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04.06.2012

Arminias Nachwuchs im Weltfinale

Ein unglaubliches Wochenende feierte die U12 mit dem Turniersieg beim deutschlandweit größten Turnier dieser Altersklasse und dem damit verbundenen Einzug ins Weltfinale.


Voller Vorfreude brach das Team um Trainer Fabio Granata und Co-Trainerin Yvonne Preuß am Freitagmittag mit dem ICE in Richtung Süden auf, um sich in der Wiesbadener BRITA ARENA mit den besten deutschen Mannschaften wie Schalke 04, Greuther Fürth, Hamburger SV, Hertha BSC Berlin oder TSG 1899 Hoffenheim beim Danone Cup zu messen. Dieses Turnier wird in insgesamt 40 Ländern der Welt gespielt. Im September treffen sich alle Landessieger zum großen Weltfinale im EM Stadion von Warschau (Polen), wo die Nachwuchskicker unter anderem Fußballidole wie Zinedine Zidane aus nächster Nähe kennenlernen dürfen.

Den Start ins Turnier konnten die Spieler und Trainer kaum abwarten, zu groß war die Anspannung bei allen Beteiligten. Das Team hatte es in der Vorrunde mit dem Nachwuchs von Hertha BSC, dem Gastgeber SV Wehen-Wiesbaden und dem FV Regensburg zu tun. Das erste Ausrufezeichen setzte die Mannschaft gleich im ersten Gruppenspiel, in dem die Berliner Hertha mit einem 1:0-Sieg durch ein wunderschön herausgespieltes Tor bezwungen wurde. Auch im zweite Vorrundenspiel zeigte das Team beim 3:0-Sieg über die Heimmannschaft ein temporeiches, aggressives und spielerisch überzeugendes Spiel. Da Wehen-Wiesbaden im Anschluss nur ein Unentschieden gegen den Außenseiter Ravensburg gelang, war die Freude über den frühzeitigen Einzug ins Achtelfinale bei den Blauen riesengroß. Dass im letzten Gruppenspiel das nötige Risiko fehlte und das Spiel folgerichtig 1:3 verloren ging, fiel nicht mehr ins Gewicht.

Im Achtelfinale wartete ein echter Kracher auf die Arminen: Der FC Schalke 04. Dennoch zeigten die Blauen von Beginn an keine Angst, boten den klar favorisierten Schalkern in allen Belangen Paroli und hatten im Neunmeterkrimi das Glück des Tüchtigen.

Dass im Viertelfinale mit der Mannschaft aus Königsstein, die den Titelverteidiger Greuther Fürth ausgeschalten hatten, keine leichte Herausforderung auf die Ostwestfalen wartete, waren sich alle bewusst. Hier sah es zunächst beim 0:1-Rückstand zwei Minuten vor Schluss durch einen unglücklichen Neunmeter nach einer knappen Niederlage und dem damit verbundenen Ausscheiden unserer Jungs aus. Doch dann folgten wohl die zwei entscheidende Minuten des ganzen Turniers: Die Mannschaft steckte den Nackenschlag sofort weg, zeigte unglaublichen Willen, Kampf und Einsatz- und wurde zwei Sekunden vor Schluss mit dem umjubelten Ausgleich belohnt. Nun ging es erneut ins Neunmeterschießen und auch diesmal behielten die Arminen die Nerven. Der Einzug ins Halbfinale war geschafft!

Dieses bestritt der DSC gegen die starke Mannschaft von RW Erfurt. Auch hier zeigten die Blauen, die immer noch unter dem Eindruck des unfassbaren Viertelfinale standen, von Anfang an eine konzentrierte und überzeugende Leistung - 2:1 hieß es nach Abpfiff für die Arminia.

Das Finale sollte für Spieler, Trainerteam sowie den mitgereisten Eltern und Fans zum unvergesslichen Erlebnis werden. Der Gegner hieß wie in der Vorrunde Hertha BSC Berlin. Bereits beim Einlaufen der beiden Mannschaften vor der gut gefüllten Osttribüne des Stadions unter der Anfeuerung der Arminia-Fans und Eltern spürten die Spieler erstmals die besondere Atmosphäre eines echten Finals. Das Ertönen der deutschen Nationalhymne wird den Jungs wohl immer in Erinnerung bleiben. Nach dem kurzen Moment des Innehaltens fokussierten sich die Gedanken und Konzentration aller Spieler aber sofort wieder auf das bevorstehende Endspiel.

Die erste Halbzeit ging tor- und ereignislos zu Ende. Was dann folgte, beschrieb Trainer Fabio Granata als „absoluten Wahnsinn". Zuerst gelang den Arminen das befreiende 1:0, danach ließen die jungen Kicker keine einzige gefährliche Situation des Gegners mehr zu. Der Jubel nach dem Abpfiff schien grenzenlos, die Mannschaft feierte den Turniersieg mit der„LA OLA Welle" und „Humba" vor den Fans.

„Ich als Trainer bin wahnsinnig stolz auf die Truppe. Was die an diesem Tag geleistet haben, ist unbeschreiblich. Wie sich jeder für den anderen eingesetzt hat, wie wir miteinander Fußball gespielt haben, wie wir uns alle gemeinsam über die Tore gefreut haben - war einfach zum Genießen. Ich kann es immer noch nicht begreifen, dass wir nun Deutschland beim Weltfinale vertreten dürfen",so der überglückliche Coach. Einziger Wehmutstropfen bleibt jedoch die Verletzungen zweier Spieler. Zum Glück gab es schnell Entwarnung, beide Spieler konnten beim Finale schon wieder dabei sein- allerdings nur als Zuschauer. Auch die gegnerischen Mannschaften und Trainerteams, Turnierveranstalter, Offizielle sowie Fans und Zuschauer zeigten sich begeistert von der Leistung der Arminen. „Die Arminia hat spielerisch absolut überzeugt und fährt nun verdient zum Weltfinale", waren sich am Ende alle einig.


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