Arminias Nachwuchs im Weltfinale
Ein unglaubliches Wochenende feierte die U12 mit dem Turniersieg beim deutschlandweit größten Turnier dieser Altersklasse und dem damit verbundenen Einzug ins Weltfinale.
Voller Vorfreude brach das Team um Trainer Fabio Granata und
Co-Trainerin Yvonne Preuß am Freitagmittag mit dem ICE in Richtung Süden auf,
um sich in der Wiesbadener BRITA ARENA mit den besten deutschen Mannschaften
wie Schalke 04, Greuther Fürth, Hamburger SV, Hertha BSC Berlin oder TSG 1899
Hoffenheim beim Danone Cup zu messen. Dieses Turnier wird in insgesamt 40
Ländern der Welt gespielt. Im September treffen sich alle Landessieger zum
großen Weltfinale im EM Stadion von Warschau (Polen), wo die Nachwuchskicker
unter anderem Fußballidole wie Zinedine Zidane aus nächster Nähe kennenlernen
dürfen.
Den Start
ins Turnier konnten die Spieler und Trainer kaum abwarten, zu groß war die
Anspannung bei allen Beteiligten. Das Team hatte es in der Vorrunde mit dem
Nachwuchs von Hertha BSC, dem Gastgeber SV Wehen-Wiesbaden und dem FV
Regensburg zu tun. Das erste Ausrufezeichen setzte die Mannschaft gleich im
ersten Gruppenspiel, in dem die Berliner Hertha mit einem 1:0-Sieg durch ein
wunderschön herausgespieltes Tor bezwungen wurde. Auch im zweite
Vorrundenspiel zeigte das Team beim 3:0-Sieg über die Heimmannschaft ein
temporeiches, aggressives und spielerisch überzeugendes Spiel. Da Wehen-Wiesbaden
im Anschluss nur ein Unentschieden gegen den Außenseiter Ravensburg gelang, war
die Freude über den frühzeitigen Einzug ins Achtelfinale bei den Blauen riesengroß. Dass im letzten Gruppenspiel das nötige Risiko fehlte und das Spiel
folgerichtig 1:3 verloren ging, fiel nicht mehr ins Gewicht.
Im Achtelfinale
wartete ein echter Kracher auf die Arminen: Der FC Schalke 04. Dennoch zeigten
die Blauen von Beginn an keine Angst, boten den klar favorisierten Schalkern in
allen Belangen Paroli und hatten im Neunmeterkrimi das Glück des Tüchtigen.
Dass im
Viertelfinale mit der Mannschaft aus Königsstein, die den Titelverteidiger
Greuther Fürth ausgeschalten hatten, keine leichte Herausforderung auf die
Ostwestfalen wartete, waren sich alle bewusst. Hier sah es zunächst beim 0:1-Rückstand
zwei Minuten vor Schluss durch einen unglücklichen Neunmeter nach einer knappen
Niederlage und dem damit verbundenen Ausscheiden unserer Jungs aus. Doch dann
folgten wohl die zwei entscheidende Minuten des ganzen Turniers: Die Mannschaft
steckte den Nackenschlag sofort weg, zeigte unglaublichen Willen, Kampf und
Einsatz- und wurde zwei Sekunden vor Schluss mit dem umjubelten Ausgleich
belohnt. Nun ging es erneut ins Neunmeterschießen und auch diesmal behielten
die Arminen die Nerven. Der Einzug ins Halbfinale war geschafft!
Dieses
bestritt der DSC gegen die starke Mannschaft von RW Erfurt. Auch hier zeigten
die Blauen, die immer noch unter dem Eindruck des unfassbaren Viertelfinale
standen, von Anfang an eine konzentrierte und überzeugende Leistung - 2:1 hieß
es nach Abpfiff für die Arminia.
Das Finale
sollte für Spieler, Trainerteam sowie den mitgereisten Eltern und Fans zum unvergesslichen
Erlebnis werden. Der Gegner hieß wie in der Vorrunde Hertha BSC Berlin. Bereits
beim Einlaufen der beiden Mannschaften vor der gut gefüllten Osttribüne des
Stadions unter der Anfeuerung der Arminia-Fans und Eltern spürten die Spieler erstmals
die besondere Atmosphäre eines echten Finals. Das Ertönen der deutschen
Nationalhymne wird den Jungs wohl immer in Erinnerung bleiben. Nach dem kurzen
Moment des Innehaltens fokussierten sich die Gedanken und Konzentration aller
Spieler aber sofort wieder auf das bevorstehende Endspiel.
Die erste
Halbzeit ging tor- und ereignislos zu Ende. Was dann folgte, beschrieb Trainer Fabio
Granata als „absoluten Wahnsinn". Zuerst gelang den Arminen das befreiende 1:0,
danach ließen die jungen Kicker keine einzige gefährliche Situation des Gegners
mehr zu. Der Jubel nach dem Abpfiff schien grenzenlos, die Mannschaft feierte
den Turniersieg mit der„LA OLA Welle" und „Humba" vor den Fans.
„Ich als
Trainer bin wahnsinnig stolz auf die Truppe. Was die an diesem Tag geleistet
haben, ist unbeschreiblich. Wie sich jeder für den anderen eingesetzt hat, wie
wir miteinander Fußball gespielt haben, wie wir uns alle gemeinsam über die
Tore gefreut haben - war einfach zum Genießen. Ich kann es immer noch nicht
begreifen, dass wir nun Deutschland beim Weltfinale vertreten dürfen",so der
überglückliche Coach. Einziger
Wehmutstropfen bleibt jedoch die Verletzungen zweier Spieler. Zum Glück gab es schnell
Entwarnung, beide Spieler konnten beim Finale schon wieder dabei sein-
allerdings nur als Zuschauer. Auch die gegnerischen
Mannschaften und Trainerteams, Turnierveranstalter, Offizielle sowie Fans und
Zuschauer zeigten sich begeistert von der Leistung der Arminen. „Die Arminia
hat spielerisch absolut überzeugt und fährt nun verdient zum Weltfinale", waren
sich am Ende alle einig.

















