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Der steinige Weg nach oben

Nach dem Kriegsende, das die Arminen als Kriegsspielgemeinschaft mit dem Lokalrivalen VfB 03 erlebten, waren sportliche Erfolge zunächst Mangelware, sieht man vom Aufstieg in die Oberliga West im Jahr 1949 einmal ab. Sich mit Kalibern wie Schalke, Dortmund, Köln oder Rot-Weiß Essen zu messen, war den Arminen freilich nur eine Saison vergönnt, und als sie vier Spielzeiten darauf auch aus der 2. Oberliga abstiegen, drohten sie in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

Umso wichtiger war, dass dem DSC zwischen 1961 bis 1963 erst der Wiederaufstieg in die 2. Oberliga gelang und unmittelbar darauf als Siebter die Qualifikation für die Regionalliga West, dem Unterbau der neu installierten Bundesliga. Nun, wo sie wieder Blut geleckt hatten, setzten sich die Blauen bald neue Ziele. Der Traum von der Bundesliga wurde immer offensiver verfolgt.

Aber auch wenn die Arminen meist im Vorderfeld der Regionalliga mitspielten, dauerte es einige Jahre, bis seine Realisierung Gestalt annahm. Am 27. Juni 1970 hatte es der DSC endlich geschafft. Nach einem zweiten Platz in der Regionalliga setzte sich der Club in der Aufstiegsrunde gegen den Karlsruher SC, den SV Alsenborn, TB Berlin und den VfL Osnabrück durch.

 

 

 

Die bitterste Stunde

Die Bundesliga wurde indes zum Alptraum, der den Verein fast seine Existenz gekostet hätte. Derweil die Bielefelder im Juni 1971 noch den geglückten Klassenerhalt feierten, löste ein Gartenfest des Offenbacher Präsidenten Horst-Gregorio Canellas eine Lawine aus, die den deutschen Fußball unter sich zu begraben drohte. Canellas hatte nämlich Ungeheuerliches zu berichten: In der Bundesliga wurde geschoben, und das nicht zu knapp.

Wenige Monate darauf wurde der DSC wegen seiner Verstrickung in den Bestechungsskandal zunächst zum Zwangsabstieg in die Amateurliga verurteilt, eine Sanktion, die nachher glücklicherweise revidiert wurde. Doch auch die Rückstufung in die Regionalliga und die Geisterspiele der Rückrunde 1971/72 trafen den DSC hart. An den Erwerb größerer Meriten war vorerst nicht zu denken. Die Qualifikation für die neue Zweite Liga Nord 1974 durfte unter den gegebenen Umständen schon als beachtlicher Erfolg gelten.

Erst 1977 hatte sich Arminia soweit von den Folgen des Bundesligaskandals erholt, dass der Blick wieder nach oben gerichtet werden konnte. Das Jahr bescherte den Bielefelder Fans spektakulären Fußball, mit dem unglücklich verlaufenen Relegationsdrama gegen München 1860 aber kein Happy End. Doch ein Jahr später holte die Elf von Trainer „Kalli“ Feldkamp das Versäumte nach und kehrte nach sechs Jahren ins Oberhaus zurück.

Wenn auch bloß für ein Jahr, weil es dem seinerzeit als „Feuerwehrmann“ profilierten Otto Rehhagel nicht gelang, das Team in der Liga zu halten. Dafür dominierte der DSC ein Jahr später die Zweite Liga wie kein anderes Team davor und danach. 66:10 Punkte bei einem Torverhältnis von 120:31 setzten eine bis heute unerreichte Marke.

 

 

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