Die ersten Erfolge
Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Bereits 1913 wurde Arminia, auf neuem Areal an der Pottenau, erstmals Westfalenmeister. Nach dem Ersten Weltkrieg startete der junge Verein dann richtig durch. In den 20er Jahren holten die Arminen den Westfalentitel in Serie und wurden zweimal Westdeutscher Meister.
In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft scheiterte man aber sowohl 1922 als auch 1923 im Viertelfinale. Dennoch waren die Spiele gegen Wacker München bzw. Union Oberschöneweide ein Vorgeschmack auf das, was zum Leitmotiv des ostwestfälischen Provinzclubs werden sollte: der Versuch, sich mit aller Leidenschaft im Konzert der Großen zu behaupten und etwaige spielerische Defizite durch vermehrten Kampfgeist, Unerschrockenheit und auch eine gehörige Portion Verrücktheit wettzumachen.
Ende der 20er fielen die Bielefelder, die sich seit 1926 Deutscher Sportclub (DSC) Arminia nannten und die Alm als neue Spielstätte bezogen hatten,
vorübergehend in ein Leistungsloch, aus dem sie
erst ein Jahrzehnt später wieder auftauchten.
Die Nazizeit
Danach spielten sie in der Gauliga Westfalen, der von den Nazis installierten höchsten Spielklasse, eine hervorragende Rolle und wurden 1940 gar Vizemeister – hinter dem Seriensieger jener Zeit, dem FC Schalke 04. Weniger erfreulich war die Rolle des Clubs im Nationalsozialismus, der von vielen Arminen freudig begrüßt und aktiv gefördert wurde.
Dass der ehemalige Präsident Julius Hesse, der den Verein während der ersten Finanzkrise 1909 vor dem Untergang bewahrt hatte, später in Auschwitz ermordet wurde, verdeutlicht die ganze Perversität dieser Zeit. Heute geht Arminia offen mit dieser Vergangenheit um.
So wurde 2003 dem im Warschauer Ghetto ums Leben gekommenen Juden Fritz Grünewald, einst Vorstandsmitglied beim DSC, die ihm einst abgenommene Clubehrennadel posthum wieder zuerkannt.









